Die in Berlin ansässige NGO DEZENTRAL hat es sich zum Ziel gesetzt, einen breiten, öffentlichen Diskurs über zentralistische und patriarchale Machtstrukturen anzuregen. Ihre Mitglieder sehen darin den wesentlichen Grund sowohl für den historischen Kolonialismus als auch für seine aktuellen Varianten in Gestalt der aggressiven, auf Ressourcen ausgerichteten Expansionspolitik vieler Nationen. Das gegenwärtige Hauptziel von DEZENTRAL ist es, ein Mahnmal zu errichten, das sich gegen jedwede Form von Kolonialismus stellt und zu Uneigennützigkeit und Solidarität aufruft.

Der Plan, der dafür konzipiert wurde, ist strukturell von der Idee einer Dezentralisation von Macht geprägt. Deshalb soll die Form dieses Mahnmals in einem offenen Wettbewerb erdacht, diskutiert und von einer Jury beschlossen werden, deren fachlich geeignete Mitglieder für ein breites Spektrum derjenigen Gesellschaften sprechen können, die unter westeuropäischer Kolonialherrschaft leiden mussten oder nachhaltig leiden.

Wir wollen mit diesem Kolonialismus-Mahnmal im Herzen Berlins ein Zeichen dafür setzen, dass wir Überlegenheitsideologien wirtschaftlicher, politischer, kultureller oder ethnischer Art kategorisch ablehnen. Denn unsere Vision ist eine dezentrale Welt.